Archive for category: Schifffahrt

Rhein-Main-Donau Wasserweg effektiv

Rhein-Main-Donau Wasserweg effektiv

Donau © lavizzara - Fotolia.com

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Über die Wasserwege auf dem Rhein-Main-Donau-Kanal wurden im vergangenem Jahr mehr als fünf Millionen Tonnen Güter transportiert. Der rege Verkehr von Güterschiffen wird durch etwa 700 Vergnügungsfahrten ergänzt, die als Party-Schiffe mit Live-Musik oder Ausflugsdampfer mit Naturausblick unterwegs sind. Auf der Wasserstraße schippern die Schiffe zu jeder Tages- und Nachtzeit. Gerade in den dunklen Stunden sind die technischen Standards hilfreich: Radar, Navigationsgerät, Bordkameras, Echolot und AIS, das automatisches Identifikationssystem sorgen auch bei schlechter Sicht für notwendige Sicherheit.

Vor allem, wenn die sogenannten Schubschiffe auf dem Wasser sind, ist Vorsicht geboten. Die schwer beladenen Großmotor-Güterschiffe haben bis zu 4000 Tonnen Ladung an Bord, sind bis zu 190 Meter lang und 11,45 Meter breit. Da kann es im Kanal schnell mal eng werden. Dass die Riesen-Dampfer gemächlich mit etwa 11km/h dahinschippern, ist dabei ein klarer Vorteil.

Obwohl es ziemlich ruhig auf dem Kanal zugeht und das Vertrauen in die Kapitäne groß ist, kann auf entsprechende Kontrolle nicht verzichtet werden. Das übernehmen die Mitarbeiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes sowie der Wasserschutzpolizei. Fast täglich werden die Schiffe routinemäßig überprüft, das beinhaltet vor allem die Kontrolle der Besetzung sowie der Ladung. Dabei werden Vollzähligkeit und Qualifikation der Crew unter die Lupe genommen. Die Ladepapiere geben Aufschluss darüber, ob die Fracht nach Art und angegebener Menge korrekt transportiert wird. Zudem steht die Sichersüberprüfung im Mittelpunkt und ist unerlässlich. Um die Transportschiffe nicht auszubremsen und so die Wirtschaftlichkeit zu gefähreden, finden 90 Prozent der Überprüfungen während der Fahrt statt. Auch bei der Koordinierung der Fahrtwege ist Kontrolle angesagt. Insbesondere an den Engstellen des Kanals, bei Schleusen und Brücken kann es mitunter knapp zugehen. Da bleiben den Schiffsführern mitunter nur 30 Zentimeter Platz. Für ein sicheres Durchkommen an den Schleusen sorgen auch die Mitarbeiter des Wasser- und Schifffahrtamtes.

01/02/2012 0 comments Read More
Trockenheit hat verheerende Folgen für die Rhein-Schifffahrt

Trockenheit hat verheerende Folgen für die Rhein-Schifffahrt

Noch können Schiffe auf dem Rhein fahren, das kann sich aber bald ändern. Im November hat der Rhein-Pegel in Köln einen Rekord-Tiefstand von einem Meter erreicht. Zuletzt hat es das vor 62 Jahren gegeben! Sollte bis zum Wochenende kein Regen fallen, dann kann der Wasserstand sogar noch weiter sinken.

Auch wenn der Rhein in der Fahrrinnne noch rund einen Meter tiefer ist, stellt das Niedrigwasser ein Problem für die Binnenschifffahrt dar. Damit die Schiffe, die hier verkehren, keinen zu großen Tiefgang haben, können sie höchstens noch die Hälfte der Ladung aufnehmen. Ansonsten würden sie möglicherweise auf Grund auflaufen. Bonn hat ein ähnliches Problem: Dort sind sogar nur noch zehn Prozent der eigentlichen Ladung möglich.

Den Kapitänen der Frachter droht allerdings kein finanzielles Risiko. Sie erhalten pro Tonne Transportgut einen sogenannten “Kleinwasser-Zusschlag”. Damit wird der entstehende Frachtausfall kompensiert.

Auch die Güterversorgung der Region ist trotz mangelndem Niederschlag gesichert, weil ein Teil der Fracht per LKW oder Bahn befördert wird. Zudem sind 46 Schiffe im Einsatz. Das sind doppelt so viele wie normal. 

25/11/2011 0 comments Read More
SPD-Politiker setzt sich für Schiffstouren ein

SPD-Politiker setzt sich für Schiffstouren ein

 

Bis Ende dieses Jahres läuft die ermäßigte Mehrwertsteuer für Schiffe aus und es drohen deutlich höhere Preise für Tickets. Ministerpräsident Kurt Beck von der SPD jedoch will das verhindern und setzt sich dafür ein, dass die Schiffstouren auch in Zukunft noch erschwinglich bleiben.

Die Personenschifffahrt auf Mosel, Saar und Lahn haben eine tragen stark zur touristischen Bedeutung bei, so der rheinland-pfälzische Ministerpräsident, deshalb sollte der Steuersatz bis Ende 2013 verlängert werden. Andernfalls wird die Mehrwertsteuer für Ausflugsschiffe noch in diesem Jahr von bisher sieben auf die üblichen 19 Prozent erhöht werden. Beck dagegen orientiert sich bei seiner Forderung an den Nachbarländern. Während in Belgien und den Niederlanden die Fahrgastschiffahrt mit 6 Prozent besteuert wird, beträgt dies in Luxemburg sogar nur 3 Prozent. Daran orientiert, beruft sich Beck auf den Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit. Außerdem könne man es so verhindern, dass die Mehrkosten an Fahrgäste weitergegeben werden müssen.

Schon seit Ende Oktober des Jahres 1994 ist Kurt Beck als Nachfolger von Rudolf Scharping Ministerpräsident in Rheinland-Pfalz. Er gilt stets als volksnah und offen bei seiner Arbeit in der Politik und auch im Umgang mit Menschen. Während seiner Regierungszeit richtete man im Bereich der Schul- und Sozialpolitik beispielsweise Ganztagsschulen sowie ein kostenloses Kindergartenjahr ein. Außerdem sank die Arbeitslosenquote des Bundeslandes mit etwa sieben Prozent auf die drittniedrigste in ganz Deutschland.

Nach relativ hohen Verlusten an Prozentpunkten bei den Landtagswahlen dieses Frühjahrs, konnte sich die SPD, wenn auch knapp, jedoch weiterhin als stärkste Kraft vor der CDU beweisen. Beck kündigte daraufhin Koaltitionsgespräche mit den Grünen an. Der rheinland-pfälzische Landtag wählte Kurt Beck daraufhin wieder für eine weitere Amtszeit von fünf Jahren als Ministerpräsident.

03/11/2011 0 comments Read More
Binnenschifffahrt in der Krise

Binnenschifffahrt in der Krise

© Uwe Urbas - Fotolia.com

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Die Geschichte der Binnenschifffahrt geht bis ins Jahr 20.000 v. Chr. zurück, wo der erste Fischfang auf den Binnengewässern stattfand. Die Binnenschifffahrt besteht heute zu großen Teile aus dem Transport mit Frachtschiffen, der aber mehr und mehr an die Grenzen der Wirtschaftlichkeit kommt. Die gesetzlichen Auflagen nehmen zu, wachsendes Umweltbewusstsein und steigene Ausgaben können nicht mehr durch die Einnahmen aufgefangen werden, die zudem stetig sinken. Die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise bedroht auch den so geschichtsträchtigen Bereich der Binnenschifffahrt und stellen Partikuliere, Befrachter, Reedereien und Werften vor einer ungewissen Zukunft.

Wo liegen die Probleme der Binnenschifffahrt? Zum einen sind es die steigenden Ausgaben, die zu einem großen Problem herangewachsen sind. Durch höhere Auflagen gerade im Zeichen des Umweltschutzes, sind erhebliche Neu- und Umbauten von Schiffen notwendig geworden, um den umweltpolitischen Anforderungen gerecht zu werden. Für solche Investitionen wird in der Regel die Hilfe von Banken unumgänglich, die sich jedoch aufgrund der prekären Lage auf dem Finanzmarkt in Zurückhaltung üben. Ein weiteres Problem liegt in der überkapazität des Bereiches, vor allem in dem der Frachtschifffahrt. Das drückt auf die Preise und mindert so den Gewinn aller. Ergänzend wirken sich die zu Krisenzeiten abgeschlossenen Verträge gerade in der Trockenschifffahrt aus, die das Niveau weiter sinken lassen. Schlechte Kommunikation und Abstimmung zwischen Partikuliere, Befrachtern und Reedereien erschweren zudem ein wirtschaftliches Arbeiten.

Wie können die Probleme gelöst werden? Die steigenden Ausgaben können kurzfristig nur mit Banken-Darlehen kompensiert werden. Mittel- und langfristig sind höheren Einnahmen notwendig, um die Wirtschaftlichkeit der Binnenschifffahrt zu gewährleisten. Dafür wäre ein Zusammenschluss einzelner Partikuliere von Vorteil, um sich besser am Markt positionieren zu können. Ergänzend werden politische Maßnahmen unabdingbar sein, um der Binnenschifffahrt gezielt unter die Arme zu greifen. Ein Beispiel dafür ist eine “Abwrackprämie” für alte Schiffe, um die überkapazität zu verringern. Auch steuerliche Begünstigungen für Partikuliere mit besonders umweltfreundlichen Binnenschiffen wären denkbar.

01/11/2011 0 comments Read More