Kultur für das Gebiet um Trier gibt es viele. Die Moselregion, die bekannt ist für ihre Weine wird dabei oft mit den römischen Kultur in Verbindung gebracht, doch die sprachlichen Eigenheiten, die Trier als eine der ältesten römischen Städte Deutschlands zukommen wurden bisher kaum beachtet.
Sprachliche Relikte der Römer
Dabei spielt die Sprache in dieser Region eine große Rolle und das Erbe der Römer ist noch immer im Dialekt der Region immer noch lebendig. Der Sprach- und Kulturwissenschaftler Stefan Barme hat sich mit den Besonderheiten der Moselregion beschäftigt und viele interessante Dinge zu Tage gefördert. Latein und Moselromanisch wurde in der Region früher gesprochen, sodass der heutige Dialekt viele Begriffe enthält, die drauf zurückgehen. Bis ins 12. Jahrhundert war das Moselromanische die vorherrschende Sprache, doch es wurde durch die die germanischen Franken verdrängt. Trier ist schließlich der älteste Weinort Deutschlands und somit kulturgeschichtlich durchaus relevant.
“Viez” bedeutet einfach “Getränk”
Die sprachlichen Eigenheiten scheinen manchmal auf den ersten Blick gar nicht so kryptisch, doch verbirgt sich hinter ihnen meist mehr, als vermutet wird. So wird der Begriff „Porz“, der für ein Trinkgefäß steht in dem Wein serviert wird, gerne damit erklärt, das es aus Porzellan gefertigt worden ist. Doch die Geschichte hinter diesem Begriff ist eine andere, denn eigentlich ist „Porz“ ein moselromanisches Reliktwort, das auf das lateinische „portio“ zurückgeht. Dieser Begriff bezeichnet einen abgemessen Teil oder Anteil. Ein anderes Wort, dessen Ursprung oft missverstanden wird ist Viez, womit in der Regel im fränkischen Raum der stark säurehaltige Apfel- oder Birnenwein bezeichnet wird. Der Ursprung liegt jedoch nicht in dem Wort „Vize“ für einen zweitklassigen Wein, sondern im lateinischen „potio“, was einfach nur “Getränk“ bedeutet. Das Ess- und Trinkverhalten der Römer in der Region ist ebenfalls Teil des Kulturführers von Barme.
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