Rhein-Main-Donau Wasserweg effektiv

Rhein-Main-Donau Wasserweg effektiv

01/02/2012 11:44 0 Kommentare

Donau © lavizzara - Fotolia.com

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Über die Wasserwege auf dem Rhein-Main-Donau-Kanal wurden im vergangenem Jahr mehr als fünf Millionen Tonnen Güter transportiert. Der rege Verkehr von Güterschiffen wird durch etwa 700 Vergnügungsfahrten ergänzt, die als Party-Schiffe mit Live-Musik oder Ausflugsdampfer mit Naturausblick unterwegs sind. Auf der Wasserstraße schippern die Schiffe zu jeder Tages- und Nachtzeit. Gerade in den dunklen Stunden sind die technischen Standards hilfreich: Radar, Navigationsgerät, Bordkameras, Echolot und AIS, das automatisches Identifikationssystem sorgen auch bei schlechter Sicht für notwendige Sicherheit.

Vor allem, wenn die sogenannten Schubschiffe auf dem Wasser sind, ist Vorsicht geboten. Die schwer beladenen Großmotor-Güterschiffe haben bis zu 4000 Tonnen Ladung an Bord, sind bis zu 190 Meter lang und 11,45 Meter breit. Da kann es im Kanal schnell mal eng werden. Dass die Riesen-Dampfer gemächlich mit etwa 11km/h dahinschippern, ist dabei ein klarer Vorteil.

Obwohl es ziemlich ruhig auf dem Kanal zugeht und das Vertrauen in die Kapitäne groß ist, kann auf entsprechende Kontrolle nicht verzichtet werden. Das übernehmen die Mitarbeiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes sowie der Wasserschutzpolizei. Fast täglich werden die Schiffe routinemäßig überprüft, das beinhaltet vor allem die Kontrolle der Besetzung sowie der Ladung. Dabei werden Vollzähligkeit und Qualifikation der Crew unter die Lupe genommen. Die Ladepapiere geben Aufschluss darüber, ob die Fracht nach Art und angegebener Menge korrekt transportiert wird. Zudem steht die Sichersüberprüfung im Mittelpunkt und ist unerlässlich. Um die Transportschiffe nicht auszubremsen und so die Wirtschaftlichkeit zu gefähreden, finden 90 Prozent der Überprüfungen während der Fahrt statt. Auch bei der Koordinierung der Fahrtwege ist Kontrolle angesagt. Insbesondere an den Engstellen des Kanals, bei Schleusen und Brücken kann es mitunter knapp zugehen. Da bleiben den Schiffsführern mitunter nur 30 Zentimeter Platz. Für ein sicheres Durchkommen an den Schleusen sorgen auch die Mitarbeiter des Wasser- und Schifffahrtamtes.

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