Archive for category: Rhein-Mosel-Saar

Die Saar

Die Saar

Saar, Foto: roger3476_flickr

Saar, Foto: roger3476_flickr

Die Saar schlängelt sich durch Frankreich und Deutschland, durch Elsass und Lothringen und durch das Saarland und die Rheinland-Pfalz. Sie ist mit ihren 227 Kilometern Länge der größte Nebenfluss der Mosel und läuft schließlich über den Rhein in die Nordsee. Bis Saarbrücken bildet der Fluss auf einer Strecke von 11 Kilometern die deutsch-französische Grenze.

Die Quellflüsse der Saar sind die Rote Saar (französisch: la Sarre rouge) und die Weiße Saar (la Sarre blanche). Sie entspringen am Donon, einem ca. 1000 Meter hohem Berg im Elsass. Ab Saargemünd in der französischen Region Lothringen ist der Fluss schiffbar. Ab dem 17. Jahrhundert hat die Saar als Verkehrsweg an Bedeutung gewonnen, als sogenanntes “Holländerholz” bis an die Nordsee geflößt wurde. Seit 1866 ist sie über den Saarkanal mit dem Rhein-Marne-Kanal verbunden, doch erst am 1974 wurde ihr Unterlauf für die Großschifffahrt ausgebaut. 

Ausserdem ist der Unterlauf der Saar zwischen Serrig und Konz (Rheinland-Pfalz) vom Weinbau geprägt, der Riesling ist die wichtigste Rebsorte für den Saarwein. Das Saarweingebiet gehört zum Deutschen Anbaugebiet Mosel, das für seine Qualitätsweine berühmt ist. 

Das Saarland hat dem Flus eine seiner bekanntesten Sehenswürdigkeiten zu verdanken: die große Saarschleife bei Mettlach. Die Saarschleife ist ein Durchbruchstal der Saar durch den Taunusquarzit. Vom Aussichtspunkt Chloef und auch unmittelbar vom Saarufer aus bietet sich ein beeindruckender Anblick. Hier ist eine Schleife der Saar Kulisse für steil zerklüftete Felswände, kleine Schluchten und grüne Wiesen und Wälder. 

Aber auch die sehenswerte Völklinger Hütte ist an der Saar gelegen. Sie ist seit 1994 UNESCO-Weltkulturerbe und damit das erste Industriedenkmal der Welt. 1873 gegründet wurde das ehemalige Eisenwerk 1968 stillgelegt und zieht seitdem zahlreiche Besucher an.  

24/11/2011 0 comments Read More
Der Rhein

Der Rhein

Der Rhein als einer der größten Flüsse Europas fließt durch insgesamt sechs Staaten und verbindet Alpen und Nordsee. Er ist die wichtigste Schifffahrtstraße Europas und hat zahlreiche Dichter und Denker über die jahrhunderte durch seine Wildheit und sein interessantes Umland inspiriert.

Die Quellen des Rheins bilden ein unübersichtliches Netz aus Flüsschen und Kanälen. Er entstand als Afrika vor über 100 Millionen Jahren mit der Eurasische Platte kollidierte. Durch den massiven Druck während dieses Vorgangs entstand ein Riss, der sich quer durch Europa zog. Dieser Oberrheingraben bildete im Laufe der Jahrmillionen das Flussbett und bestimmte den heutigen Verlauf des Rheins.

Insgesamt zieht sich der Fluss über eine Länge von 1233 Kilometer und streift dabei sechs Staaten: Die Schweiz, Liechtenstein, Österreich, Deutschlandm Frankreich und die Niederlande. Die größten Nebenflüsse sind die Mosel, der Neckar und der Main. Der Rhein lässt sich in sechs größere Abschnitte gliedern: Alpenrhein, Hochrhein, Oberhein, Mittelrhein, Niederrhein und das weit verzweigte Rhein-Delta.

Der Rhein besitzt viele Quellflüsse. Der längste davon ist der Strom des Vorderrheins, der unterhalb des Sankt Gotthardts in den Schweizer Alpen fließt. Darauf folgt der Hinterrhein, der sich durch viele Täler zieht, von dennen jedes einen eigenen kleinen Rhein zum Strom beisteuert. Bei Tarmins in der Schweiz vereinigen sich Vorder- und Hinterrhein zum Alpenrhein, der schon ein recht ansehnlicher Strom ist. 100 Kilometer später mündet der Fluss mit zwei Armen im Bodensee. Dabei schleift er eine rießige Menge an Schotter mit sich, der nach Ansicht von Forschern den kompletten See in 20. 000 Jahren aufgefüllt hat.

Sehenswert ist der Rheinfall von Schaffhausen. Im wassereichsten Wasserfall Europas ergießen sich die Wassermassen über 23 Meter in die Tiefe. Bei diesem sehenswerten Naturschauspiel ergießen sich während der Schneeschmelze bis zu eienr Millionen Liter Wasser pro Sekunde in die Tiefe.

17/11/2011 0 comments Read More
Die Mosel

Die Mosel

 

© Schwoab - Fotolia.com

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Die Mosel ist nach dem Rhein die zweitwichtigste Schifffahrtsstraße Deutschlands. Sie ist der längste Nebenfluss des deutschen Rheingebietes und zieht sich durch die Hohheitsgebiete von Frankreich und Luxemburg, sowie in Deutschland durch die Bundesländer Saarland und Rheinland-Pfalz.

Historisch wurde die Mosel erstmals vom römischen Geschichtsschreiber Tacitus erwähnt. Ihr Name leitet sich vom keltischen Begriff Mosella ab. Schon im 4. Jahrhundert n.Chr. wurden ihr durch die römische Dichtung erste literarische Denkmäler gesetzt.

In jüngster Zeit ist die Mosel als Schifffahrtsstraße für den europäischen Binnenmarkt von zentraler Bedeutung. Im Moselvertrag von 1956 wurde von den Vertragspartnern Deutschland, Luxemburg und Frankreich beschlossen die Mosel durch Kanalisierung zur Großschifffahrtsstraße auszubauen.

Die Bauarbeiten zu diesem Mammutprojekt begannen 1958 und dauerten bis 1964. 14 Staustufen machten von da an eine Befahrung der Mosel durch große Schiffe möglich. Die Internationale Moselkommission (IMK) ist für alle Belange der Schifffahrt auf der Mosel zuständig. Sie wurde 1962 gegründet und hat ihren Sitz bis heute in Trier.

Das Gebiet rund um die Mosel hat sich zu einem beliebten Ziel für Touristen entwickelt. Auf 311 Kilometern erstreckt sich der Mosel-Radweg, der von Metz in Frankreich über Trier bis nach Koblenz am Rhein führt. Auf einer Schifffahrt über die Mosel können zahlreiche interessante Burgen und Ruinen betrachtet werden, die auf den Höhen über dem Moseltal trohnen.

Die Moselregion ist gleichzeitig auch ein wichtiges Weinbaugebiet, dass sich über eine Fläche von insgesamt 9000 Hektar erstreckt. Die Weinberge tragen einen guten Teil zum charakteristischen Moselbild bei. Der Weinbau ist heutzutage von einem Umbruch begriffen, denn eine neue Winzergeneration konzentriert sich ganz auf die Herstellung des typischen Rieslings, anstatt sich mit Massenproduktion zufrieden zu geben.

 

17/11/2011 0 comments Read More