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Buchtipp: Schifffahrtsgeschichte auf der Mosel

Buchtipp: Schifffahrtsgeschichte auf der Mosel

Die Mosel-Schifffahrt des vergangenen Jahrhunderts hat Karl-Josef Gilles in seinem Buch bebildert

Die Mosel-Schifffahrt des vergangenen Jahrhunderts hat Karl-Josef Gilles in seinem Buch bebildert

Auf der Mosel ist allerhand Betrieb und jeder, der mit offenen Augen durch die Gegend geht, kann hier ein buntes Sammelsurium an Objekten entdecken: vom Motorschiff bis zur Eiljacht ist hier so ziemlich alles zu sehen. Ein nun erschienenes Buch thematisiert die faszinierende Geschichte der Mosel-Schifffahrt. Es ist reich an Dokumenten, Zeichnungen und allerhand anderen Besonderheiten.

Unveröffentlichte Fotos

Zusammengestellt wurde das Buch mit dem Titel “Personenschifffahrt im Moseltal 1830-1930” von Karl-Josef Gilles, der bereits vor zwei Jahren etwas über die Mosel-Schifffahrt publiziert hatte. Gilles ist Historiker am Rheinischen Landesmuseum in Trier und damit bestens informiert. Während es ihm in seinem ersten Text noch um die Dampfschifffahrt gegangen war, rückt er nun den Fokus auf die Personenschifffahrt. Das Buch enthält 220 bislang größtenteils unveröffentlichte Fotos und Dokumente, die das Feld von Eiljachten der 1830er Jahre bis hin zu den Flusskreuzschifffahrten der späten 80er Jahre abstecken. Gilles nimmt dabei die Schifffahrt zwischen dem Deutschen Eck und den Zollkranen in Trier in den Blick.

Lokale Dampfschifffahrt

In einem Kapitel beispielsweise geht es um die lokale Dampfschifffahrt von Matthias Josef Scheid, der im 19. Jahrhundert mit seinen Schiffen diverse Streckenabschnitte auf der Mosel bedient hat. Er widmete sich nicht nur dem störanfälligen Dampfboot „Stadt Coblenz“, sondern hat allgemein viel für die Lokal-Dampfschifffahrt zwischen Koblenz und Trarbach getan, bis er das Unternehmen 1895 an seinen Sohn abgab.

Die Geschichte der “Moselthal”

Der 30. September 1888 ist ein weiteres, markantes Datum. An diesem Tag sank die „Moselthal“ aufgrund einer Havarie – der Schaden konnte zwar behoben werden, aber fünf Jahre später fiel das Schiff dann einem furchtbaren Eisgang zum Opfer. 1904 schaffte die „Moselthal“ es abermals in die Schlagzeilen, als sie während einer Hochzeit einen Unfall mit gravierenden Folgen hatte. Es zeigt sich – die Geschichte der Moselschifffahrt ist spannender, als man womöglich gedacht hätte. Gilles Buch trägt sicherlich weiter dazu bei, das Interesse zu fördern.

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22/11/2012 0 comments Read More
Schlechter Sommer – Ausflugsschifffahrt leidet

Schlechter Sommer – Ausflugsschifffahrt leidet

Bild: © drucki92 - Fotolia.com - Ausflugsschiff ohne Sonnenschein

Bild: © drucki92 - Fotolia.com - Ausflugsschiff ohne Sonnenschein

Nicht immer war der diesjährige Sommer so gut wie in seinem Endspurt in den letzten Augusttagen. Über weite Strecken hat das Regenwettern vielen Menschen einen Strich durch die Rechnung gemacht. Dies gilt nicht nur für Privatpersonen, sondern besonders für Gewerbebetreiber. So litten vor allem Ausflugsschiffe unter dem mäßigen Sommer. Zudem leiden viele Rheinland-Pfälzische Personenschiffe auf Rhein, Mosel und Lahn unter einer saftigen Steuererhöhung. Im vergangenen Jahr lief ein altes Gesetz aus, welches es den Schiffsbetreibern gewährte, den ermäßigten Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent für die Fahrttickets zu veranschlagen. Seit diesem Jahr werden jedoch die üblichen 19 Prozent hierfür fällig. Betroffen sind von dieser Änderung knapp 80 Ausflugsschiffe, die theoretisch 25.000 Passagieren Platz bieten könnten. Aufgrund dieser unglücklichen Mischung von schlechtem Wetter und Steuererhöhungen hatten einzelne Anbieter mit Umsatzeinbußen von bis zu 20 Prozent zu kämpfen.

In Voraussicht dessen hatten die Reeder bereits im vergangenen Jahr eine Nullrunde bezüglich der Tariferhöhungen mit der Gewerkschaft Verdi verabredet. Der Eigner der ‘Personenschifffahrt Lahnstolz in Bad Ems‘, Wolfgang Schmitt, klagt zudem über beständig ansteigende und momentan sehr kostspielige Schiffdieselpreise. Dies mache sich natürlich auch bei den Fahrtpreisen für die Besucher bemerkbar. Vielen potenzielle Passagieren reiche ein Blick auf die Preistafel an der Anlegestelle, um sich doch gegen einen Fahrtantritt zu entscheiden.

Positives zu vermelden hat hingegen Anton Nauheimer, der mit seinen fünf Schiffen der ‘Primus-Line’ dieses Jahr keine Umsatzrückgänge zu verzeichnen hatte. Durch einen konstanten Wasserstand, gleichhoch bleibend, habe er keine Einbußen an den Schiffsschrauben verkraften müssen. Auch die gute Konjunktur habe dazu geführt, dass viele Unternehmer mit ihren Angestellten eine Schiffsreise buchten. Aufgrund des Für und Wider dieser Faktoren sei das Geschäftsjahr 2012 ein durchschnittliches für den Betreiber gewesen. Gemein ist jedoch allen Eignern, dass sie auf eine Überarbeitung des neuen Mehrwertsteuergesetzes und auf einen langen und warmen Spätsommer hoffen.  

03/09/2012 0 comments Read More
Angeln an der Mosel

Angeln an der Mosel

© Jörg Hackemann - Fotolia.com

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Für manche bedeutet Angeln und Fischen die absolute Entspannung. Andere mögen das ruhige Sitzen an einem See- oder Flußufer als langweilig und sinnlos empfinden. Für Fans des Angelns gibt es jedoch kaum ein höheres Glück. Die Mosel hat sich inzwischen wieder zu einem der beliebtesten Angler-Paradiese Deutschlands entwickelt. Denn die Artenvielfalt hat sich aufgrund einer besseren ökologischen Ausgeglichenheit des Gewässers in den letzten Jahren stark verbessert.

So war es zum Beispiel auch möglich, schon verloren geglaubte Restbestände neu zu beleben und deren Population auch dauerhaft zu sichern. Dank der besseren Durchgängigkeit an den Stauufern konnten auch wieder Langdistanzwanderfische in der Mosel ansiedeln. Zum Beispiel Lachs, Meerforellen und Maifische. Trotzdem heißt dies noch nicht, dass in der Mosel auch bald wieder gewerbemäßig gefischt werden darf. Doch sogar hierfür stehen die Chancen gar nicht mal so schlecht, so konnten zum Beispiel Zanderpopulationen als ein Ersatz für Hechte angesiedelt werden. Alle Zeichen sprechen dafür, dass die Populationsvielfalt in der Mosel weiter ansteigt.

Dies wirkt sich auch wieder auf die Kultur in der gesamten Region aus. Wiederbelebt wird zum Beispiel die Tradition von „Fisch und Wein“, die die Winzer und Fischer dort seit jeher verbindet. Wo genau an der Mosel geangelt werden darf, kann auf speziellen Karten nachvollzogen werden. Diese gibt es zum Beispiel bei Pächtern, bei Verkehrsämtern oder in Hotels und Angelzubehörläden. Voraussetzung zum Angeln ist natürlich ein gültiger Bundesfischereischein. Außerdem können Erlaubnisscheine für abgetrennte Fischweier und Forellenbäche erstanden werden. Ein ganzjähriges Fischverbot gilt allerdings für Bartgrundel, Bachneuauge, Bitterling, Finte, Meerforelle, Stichling, Stör, Steinbeißer und weitere Arten. Verboten ist der Fischfang außerdem in ausgeschilderten Strecken an den Staustufen. Auch in der Frühjahrsschonzeit ist das Fangen bestimmter Arten nur zeitweise gestattet. Wann genau das Fangen welcher Arten möglich ist, kann diversen Broschüren und Informationsblättern entnommen werden.    

19/07/2012 0 comments Read More
Highlights: “Rhein in Flammen” & Sommerfest

Highlights: “Rhein in Flammen” & Sommerfest

© farbkombinat – Fotolia.com

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Das etwas in die Jahre gekommene Stadtfest „Rhein in Flammen“ braucht dringend eine Auffrischung. Neben den älteren Besuchern wünscht man sich in der Koblenz-Touristik vor allem wieder vermehrt Familien und junge Leute, da das Fest etwas eingestaubt ist. Zudem soll das Fest auch wieder mehr Touristen anlocken, die in den vergangenen Jahren auf sich warten ließen.
Die Geschäftsführung der Koblenz-Touristik möchte mit einem völlig neu erarbeitetem Konzept „Rhein in Flammen“ wieder zu einem beliebten und modernen Stadtfest machen, das nicht um Konkurrenz mit dem Sommerfest buhlen muss, welches fast zeitgleich stattfindet. Vielmehr sollen die beiden Feste verbunden werden, um die Leichtigkeit des Sommerfestes und das tolle Feuerwerk des „Rhein in Flammen“ zu vereinen und ein wahres Spektakel daraus zu machen.

Der Untertitel: „Auf zu neuen Ufern“ zeigt gleichzeitig das Programm an, denn die Ufermeilen an der Mosel und am Rhein werden mit Bühnen und Schauplätzen ausgestattet und bieten unterschiedliche Musikstile und Attraktionen an. Zudem ist ein besonderes Highlight geplant: Die „Silent Disco“ (dt. Ruhe-Disco) wird im Schlossgarten zu finden sein. Hier tragen die Besucher Kopfhörer und können zwischen zwei verschiedenen Djs entscheiden. Die Musik allerdings läuft nur über die Kopfhörer, sodass andere die Musik nicht hören können. Von außen sieht dieses Bild äußerst amüsant aus.
Allerdings hat die Silent Disco einen entscheidenden Vorteil: die Gäste können laut und leidenschaftlich ihre Musik hören und Passanten und andere Besucher werden durch laute Disco-Musik nicht gestört.
Ein Besuch zum neu konzipierten Stadtfest „Rhein in Flammen“ lohnt sich allemal, da viele Neuigkeiten zu finden sind und wirklich für jeden etwas dabei ist. Das Fest findet jährlich vom 10.08. bis zum 12.08. statt.

15/06/2012 0 comments Read More
Weinkultur an der Mosel

Weinkultur an der Mosel

© Imagemaker - Fotolia.com

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Dass guter deutscher Wein von der Mosel kommt, ist allseits bekannt. Hier reicht die Weinwirtschaft schon bis zum Alten Rom zurück. Viele Historiker meinen, dass die Römer den Weinbau an die Mosel gebracht haben. Die Andren denken, dass schon in keltischer Zeit, durch den griechischen Einfluss, Weinbau im Moseltal betrieben wurde. Für die letztere Theorie spricht, dass der an der Mosel traditionell übliche Stockanbau von den Römern nicht betrieben wurde, dafür aber noch heute auf den griechischen Inseln gebräuchlich ist. Sieht man von der Frage ab, ob es die Römer oder die Griechen waren, wurde in der Antike der Grundstein für die noch heute bestimmende Wirtschaftsform im Moseltal gelegt.

An der Mosel wird in erster Linie Weißwein produziert. Bis vor ein paar Jahren war es sogar verboten, an der Mosel Rotwein anzubauen, wenn dies die Menge des Privatgebrauchs überschritt.

Die wichtigste Rebsorte an der Mosel ist der Riesling. Der Riesling hat sich im 19. Jahrhundert aus dem Grund durchgesetzt, dass er durch den letzten Kurfürsten von Trier gefördert wurde und sich gegen eine Reblausepidemie durchsetzen konnte. Heute ist er wegen seiner hohen Qualität so beliebt. So kann er auch im internationalen Vergleich regelmäßig Spitzenbewertungen erreichen.

Die zweithäufigste Rebsorte an der Mosel ist die Müller-Thurgau Rebe, die nach ihrem Schweizer Züchter benannt wurde. Bei dieser Rebsorte handelt es sich um eine Kreuzung voon Riesling und Silvaner.

Die älteste der Rebsorten an der Mosel ist der Elbling. Dieser wächst an der Obermosel und wird oft zu Sekt weiter verarbeitet. Langsam aber sicher wird auch wieder Rotwein an der Mosel angebaut. Bekannt sind dabei der klassische Spätburgunder und der intensivfarbige Dornfelder als eine Neuzüchtung. Als Weinliebhaber ist eine Reise an die Mosel immer zu empfehlen, da eine Verkostung an nahezu jedem Weingut mit Termin möglich ist.

23/03/2012 0 comments Read More
Die Mosel

Die Mosel

 

© Schwoab - Fotolia.com

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Die Mosel ist nach dem Rhein die zweitwichtigste Schifffahrtsstraße Deutschlands. Sie ist der längste Nebenfluss des deutschen Rheingebietes und zieht sich durch die Hohheitsgebiete von Frankreich und Luxemburg, sowie in Deutschland durch die Bundesländer Saarland und Rheinland-Pfalz.

Historisch wurde die Mosel erstmals vom römischen Geschichtsschreiber Tacitus erwähnt. Ihr Name leitet sich vom keltischen Begriff Mosella ab. Schon im 4. Jahrhundert n.Chr. wurden ihr durch die römische Dichtung erste literarische Denkmäler gesetzt.

In jüngster Zeit ist die Mosel als Schifffahrtsstraße für den europäischen Binnenmarkt von zentraler Bedeutung. Im Moselvertrag von 1956 wurde von den Vertragspartnern Deutschland, Luxemburg und Frankreich beschlossen die Mosel durch Kanalisierung zur Großschifffahrtsstraße auszubauen.

Die Bauarbeiten zu diesem Mammutprojekt begannen 1958 und dauerten bis 1964. 14 Staustufen machten von da an eine Befahrung der Mosel durch große Schiffe möglich. Die Internationale Moselkommission (IMK) ist für alle Belange der Schifffahrt auf der Mosel zuständig. Sie wurde 1962 gegründet und hat ihren Sitz bis heute in Trier.

Das Gebiet rund um die Mosel hat sich zu einem beliebten Ziel für Touristen entwickelt. Auf 311 Kilometern erstreckt sich der Mosel-Radweg, der von Metz in Frankreich über Trier bis nach Koblenz am Rhein führt. Auf einer Schifffahrt über die Mosel können zahlreiche interessante Burgen und Ruinen betrachtet werden, die auf den Höhen über dem Moseltal trohnen.

Die Moselregion ist gleichzeitig auch ein wichtiges Weinbaugebiet, dass sich über eine Fläche von insgesamt 9000 Hektar erstreckt. Die Weinberge tragen einen guten Teil zum charakteristischen Moselbild bei. Der Weinbau ist heutzutage von einem Umbruch begriffen, denn eine neue Winzergeneration konzentriert sich ganz auf die Herstellung des typischen Rieslings, anstatt sich mit Massenproduktion zufrieden zu geben.

 

17/11/2011 0 comments Read More