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Die Mosel ist nach dem Rhein die zweitwichtigste Schifffahrtsstraße Deutschlands. Sie ist der längste Nebenfluss des deutschen Rheingebietes und zieht sich durch die Hohheitsgebiete von Frankreich und Luxemburg, sowie in Deutschland durch die Bundesländer Saarland und Rheinland-Pfalz.
Historisch wurde die Mosel erstmals vom römischen Geschichtsschreiber Tacitus erwähnt. Ihr Name leitet sich vom keltischen Begriff Mosella ab. Schon im 4. Jahrhundert n.Chr. wurden ihr durch die römische Dichtung erste literarische Denkmäler gesetzt.
In jüngster Zeit ist die Mosel als Schifffahrtsstraße für den europäischen Binnenmarkt von zentraler Bedeutung. Im Moselvertrag von 1956 wurde von den Vertragspartnern Deutschland, Luxemburg und Frankreich beschlossen die Mosel durch Kanalisierung zur Großschifffahrtsstraße auszubauen.
Die Bauarbeiten zu diesem Mammutprojekt begannen 1958 und dauerten bis 1964. 14 Staustufen machten von da an eine Befahrung der Mosel durch große Schiffe möglich. Die Internationale Moselkommission (IMK) ist für alle Belange der Schifffahrt auf der Mosel zuständig. Sie wurde 1962 gegründet und hat ihren Sitz bis heute in Trier.
Das Gebiet rund um die Mosel hat sich zu einem beliebten Ziel für Touristen entwickelt. Auf 311 Kilometern erstreckt sich der Mosel-Radweg, der von Metz in Frankreich über Trier bis nach Koblenz am Rhein führt. Auf einer Schifffahrt über die Mosel können zahlreiche interessante Burgen und Ruinen betrachtet werden, die auf den Höhen über dem Moseltal trohnen.
Die Moselregion ist gleichzeitig auch ein wichtiges Weinbaugebiet, dass sich über eine Fläche von insgesamt 9000 Hektar erstreckt. Die Weinberge tragen einen guten Teil zum charakteristischen Moselbild bei. Der Weinbau ist heutzutage von einem Umbruch begriffen, denn eine neue Winzergeneration konzentriert sich ganz auf die Herstellung des typischen Rieslings, anstatt sich mit Massenproduktion zufrieden zu geben.













