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Wo liegen die Probleme der Binnenschifffahrt? Zum einen sind es die steigenden Ausgaben, die zu einem großen Problem herangewachsen sind. Durch höhere Auflagen gerade im Zeichen des Umweltschutzes, sind erhebliche Neu- und Umbauten von Schiffen notwendig geworden, um den umweltpolitischen Anforderungen gerecht zu werden. Für solche Investitionen wird in der Regel die Hilfe von Banken unumgänglich, die sich jedoch aufgrund der prekären Lage auf dem Finanzmarkt in Zurückhaltung üben. Ein weiteres Problem liegt in der überkapazität des Bereiches, vor allem in dem der Frachtschifffahrt. Das drückt auf die Preise und mindert so den Gewinn aller. Ergänzend wirken sich die zu Krisenzeiten abgeschlossenen Verträge gerade in der Trockenschifffahrt aus, die das Niveau weiter sinken lassen. Schlechte Kommunikation und Abstimmung zwischen Partikuliere, Befrachtern und Reedereien erschweren zudem ein wirtschaftliches Arbeiten.
Wie können die Probleme gelöst werden? Die steigenden Ausgaben können kurzfristig nur mit Banken-Darlehen kompensiert werden. Mittel- und langfristig sind höheren Einnahmen notwendig, um die Wirtschaftlichkeit der Binnenschifffahrt zu gewährleisten. Dafür wäre ein Zusammenschluss einzelner Partikuliere von Vorteil, um sich besser am Markt positionieren zu können. Ergänzend werden politische Maßnahmen unabdingbar sein, um der Binnenschifffahrt gezielt unter die Arme zu greifen. Ein Beispiel dafür ist eine “Abwrackprämie” für alte Schiffe, um die überkapazität zu verringern. Auch steuerliche Begünstigungen für Partikuliere mit besonders umweltfreundlichen Binnenschiffen wären denkbar.
